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(Fotos: IGS Fürstenau)

Klingt reißerisch? Das ist es auch, denn es hat alle fünften Klassen der IGS Fürstenau begeistert!

Echt? Wirklich?

Ja, tatsächlich – und dies nicht virtuell.

Thorsten Thomas vom Haus der Naturkultur in Bramsche hat sich, vermittelt durch unsere Kollegin Frau Kovermann, gleich zweimal auf den Weg nach Fürstenau begeben, um den 10- bis 12-jährigen Kindern das alte Ägypten anschaulich näherzubringen.

Im Fach Gesellschaftslehre wird diese Hochkultur in Klasse 5 behandelt. Gemeinsam mit den Kindern bewegt man sich durch Themen wie Bewässerung, lernt einiges zum Nil und erfährt Spannenendes zum Schaduf – einer antiken Schöpfanlage, die bis heute verwendet wird. Auch Pyramiden, Pharaonen und natürlich die Mumifizierung spielen eine wichtige Rolle. Mit leichtem Schaudern lag manche:r Fünftklässler:in gedanklich auf dem Lehrer:innentisch und folgte den anschaulichen Beschreibungen, wie das Gehirn durch die Nase entfernt wird.

Im Unterricht selbst stehen meist leider keine echten Exponate zur Verfügung, sondern man greift auf Bücher, Bildquellen, Videos und andere Medien zurück. Und dann kommt Thorsten Thomas mit der Nofretete! Mit weißen Handschuhen entnimmt er diese vorsichtig aus einem Spezialkoffer und präsentiert sie den Schüler:innen. Natürlich gehört auch ihre Geschichte dazu. Als Hobbyägyptologe bringt er zudem viele weitere faszinierende Artefakte mit und sorgt damit für Überraschung und großes Interesse.

Echte Artefakte von unschätzbarem Wert hier bei uns in Fürstenau? Das scheint doch nicht möglich, denn Nofretete befindet sich im Pergamonmuseum in Berlin, sicher geschützt hinter Panzerglas und von unschätzbarem Wert. Und dann ist sie plötzlich hier? Nun, nicht ganz, denn es handelt sich um ein hochwertiges, eigens angefertigtes Replikat. Doch auch dieses ist keineswegs selbstverständlich.

Mit seinem Vortrag hat Thorsten Thomas alle fünften Klassen und auch die anwesenden Lehrkräfte begeistert. Er berichtete von Dynastien, Gräbern und Grabmalen, vom Leben im alten Ägypten vor 4500 Jahren und von deren Bedeutung bis heute. Es war nicht nur spannend, sondern leider auch viel zu schnell vorbei. Die großen Augen der Fünftklässler:innen sprachen für sich, denn sie waren fokussiert und es wurden viele Fragen gestellt.

Eine gelungene Veranstaltung, die ich gerne regelmäßig in das Programm der fünften Klassen aufnehmen werde.

Herzlichen Dank an Thorsten Thomas!